... - Danke. Und tschüss.

Mitte Februar 2012 habt Ihr mich wissen lassen, dass ich in Eurem Theologischen TrainigsZentrum nicht erwünscht bin.

Angst vor einem Konstruktiven Misstrauensvotum? Sei's drum.

Wie ich bereits feststellen durfte, gehe ich ja seit Jahren nicht in eine Gemeinde - auch wenn sie sich beharrlich einbildet eine zu sein - sondern in eine Gesunde-Lehre-Zapfstelle, einen Bibel-Interpretations-Discounter.

Damit ist jetzt Schluss.

Ich muss Euch aber zum Abschied noch mahnen.

1. Pflegt die Brüderlichkeit.

Eine vom Aussterben bedrohte baskische Tradition:
Wenn ein Mann einen Mann empfängt in Seiner Küche, haben die Frauen Zugangsverbot -
Der Mann verköstigt den Mann.

Das gilt es für mich umzusetzen.
Wenn ich mit Brüdern im Glauben
eine Woche lang
weder ein Bier zum Tratsch gekippt
noch einen Skat gekloppt
noch ein Stück Rind oder Lamm auf dem Grill oder in der Pfanne gewendet habe,
werde ich meine Frau - sollte sie sich auf mich eingelassen haben - embrassieren
und ansonsten erotisch links liegen lassen.

Brüderlichkeit hat Vorrang vor Ehelust zu haben.

Gerade das ist Eure Stärke nicht.

Grund genug für mich zu gehen. (Es sind jedoch deren Mehrere.)

2. Pflegt Zulauf.

Susanne aus Hongkong kam einmal und nie wieder. Pars pro toto.

Im Restaurant traf ich eine Ex-Freie-Baptistin (oder Freie Ex-Baptistin?).

Gegenüber den Früchten Eures ehelich-geschlechtlichen Verkehrs führt Nachwuchs,
der aus Eurem geschwisterlichen Glaubenszeugnis erwuchs statt aus ehelichen Zeugungen
eine verschwindende Randexistenz.

Im Zeugen seid Ihr stark, im Zeugnis nicht -
das gilt in Beidem sowohl im Geben wie im Nehmen.

3. Grundgesetzliches

Die Möglichkeit und Herausforderung, Verantwortung zu übernehmen

- für Jene, denen mitzuhandeln versagt blieb

- in Verantwortung vor Gott Und den Menschen

- nur dem Gewissen verpflichtet

wird von Euch weggeworfen wie ein Hund einen abgelutschten Knochen fallenlässt.

Mindestens darin irrte ich mich:

Ich hielt Karl Theodor zu Guttenberg und Dieter Bohlen für uneinholbar in der Disziplin
dem Angelsächsischen Imperium den Speichel zu lecken.

Ich stelle fest: Ihr müht Euch redlich, dahingehend nicht den Anschluss zu verlieren.

Sind nicht die Trinity of Uk of GB, USA & Commonwealth of Nations
und die Trinity of Big Money, Big Military & Big Energy (Oil & Nuke)
Nachäffungen der Heiligen Dreifaltigkeit und Dreieinigkeit?

Da der Satan nicht schöpferisch sein kann, äfft er nach - To replace the original creation.
Copyright not included.

4. Klagelieder...

... werden bei Euch penibel vermieden. Als ob alles zum Besten stünde.

Wolf Biermann, der mehr Kommunist als Judaist ist, hielt fest:

"Ach Mutter, mach die Fenster zu!
Ich glaub da kommt ein Regen.
Da drüben steht die Wolkenwand,
die will sich auf uns legen!

Was soll aus uns noch werden?!
Uns droht so große Not!
Vom Himmel auf die Erden
fall'n sich die Engel tot!

Ach Mutter, mach die Türen zu!
Da kommen tausend Ratten!
Die hungrigen sind vorneweg,
dahinter sind die satten.

Was soll aus uns noch werden?!
Uns droht so große Not!
Vom Himmel auf die Erden
fall'n sich die Engel tot!

Ach Mutter, mach die Augen zu!
Der Regen und die Ratten:
Jetzt dringt es durch die Ritzen ein,
die wir vergessen hatten!

Was soll aus uns noch werden?!
Uns droht so große Not!
Vom Himmel auf die Erden
fall'n sich die Engel tot!"

Und ein Weiteres von Biermann, eine Empfehlung geradezu:

"Wie schändlich Du gehandelt -
Ich hab es den Menschen verhehelet
und bin hinausgefahren aufs Meer
und hab es
den Fischen
erzähählet.
Ich lass Dir den guten Namen
nur auf dem festen Lande,
aber
im ganzen Ozean
weiss man von Deiner Schande."

Dazu sangen die Hugenotten am Tag meines Entschlusses Euch zu kündigen:

"Barmherzig, geduldig und gnädig ist er,
vielmehr als ein Vater es kann.
Er warf unsre Sünden ins äußerste Meer -
Kommt, betet den Ewigen an."

Was ist das Meer, wenn nicht die Nationen?
Ich werde die Hafenkneipen aber nicht nutzen, an Eurem Ruhm mit Fakten zu kratzen.
Es gibt ja auch Bcc.
Da ist Platz für zwei Dunkle:
Die Empfänger bleiben Euch im Dunklen,
und Ihr tappt im Dunkeln wie groß ihre Zahl sei.

Darauf gönn' ich mir ein Dunkles.
Oder doch ein Export?
Pass vielleicht besser zu einem Vertriebenen,
halb hinausgeschubst, halb hinausgeekelt wie er ist...

Kann das vergeben werden von mir: Ja.
Kann das verschmerzt werden von mir: Kaum.

Die Gemeinde, die ich mir gewünscht hatte, will mich nicht haben (ist aber für einen offenen Hinauswurf zu fein oder zu feige).

Die Frau, die ich mir wünsche, is too busy. (Sie liest ja nicht einmal jeden Brief von mir - Da seid Ihr ihr Vorbild.)

Mein Heimatland will mir nicht heimatlich sein...

Gut, daran gemahnt zu werden:
Auch ich bin nur ein Gast auf Erden.
Doch die Behandlung, die ich hasse
ist die als Gast der Dritten Klasse.

5. Intertextuelles

Nach den Vier Beobachtungen darf nicht wundern,
dass Ihr als Fünftes das Programm K-3 predigt:
Ihr haltet Kinder-Küche-Kirche für Das Frauenförderprogramm schlechthin.

Was erntet ihr?
Kinder und Küche und Kirche werden von Euren Frauen systematisch umgemünzt
zu Waffensystemen im Geschlechterkampf.
Mit ihrer Billigung sind die Terminkalender ihrer Ehemänner gefüllt mit K-3-Terminen -
Und für die Brüderlichkeit fehlt es an Zeit, an Kraft und irgendwann auch an Willen sie zu praktizieren.

Und das Ignorieren,
sich dem Grundgesetz tätig würdig zu erweisen,
für welches Christen im Widerstand gegen Hitler verreckt sind um es zu ermöglichen
(darunter auch Bonhoeffer), 
trägt seine Früchte;

Ein anders K-3 macht sich breit und immer breiter:
Kreuzzüge, Koranverbrennungen und Klerikalfaschismen.
Ihr lasst Euch das ohne Widerspruch bieten.
Statt Euch damit Guten Appetit zu wünschen frage ich:
War das unprovoziert oder rächt sich hier die Kompatibilität der beiden K-3?

Unter "Gott und die Welt" ist
zu finden was Nazis planen, die sich jetzt als Kirche ausgeben
(offensichtlich nach dem Vorbild der Scientologen).

Lasst nur das Grundgesetz ungenutzt -
Dann kann ich mich kaum enthalten Euch Guten Appetit zu wünschen zu dem, was da gekocht wird.
Juden wird da in Abrede gestellt echte Juden zu sein.
Die Angelsachsen seien die echten Juden.
Und an der Imperialen Kirche des Angelsächsischen Herrenmenschentums wird gerade jetzt gebastelt,
während ich dies schreibe.

Ihr Männer seid nicht bereit, der Schändung des Namens Eures Bruders Jesus öffentlich entgegenzutreten -
Ihr solltet mal hören, was Eure Frauen sagen würden, würde man sie derart schänden
wie Kreuzzügler, Koranverbrenner und Klerikalfaschisten dies mit dem Namen Jesu gerade in unseren Tagen tun.

Aber ihr habt Euch ja bereits entschieden:
Ehelust hat Vorrang vor Bruderliebe.
("Ich will das Herrenlob vermehren als sein erlöstes Eigentum".
Lyon 1548 / Schaffhausen 1663.
Ihr habt einen Herren?
Eure Herrinnen haben ein Vetorecht.
Sogar was Euren Umgang betrifft.
Ehefraulich begründete Kontaktsperren.
Stasimässig.)
Die Früchte weigert Ihr Euch zur Kenntnis zu nehmen;
eine Frucht gibt es jetzt als Bonus noch obendrein:

Ich
bin
weg.

Hanns Dieter Hüsch hat noch einen Wunsch für Euch,
man könnte es fast ein Fürbittgebet nennen:

Woll'n hoffen, dass das Siechtum nicht zulange dauert, Kollegen.

Mit abschliessenden Grüßen

Martin Schodlok

P. S. ein Zitat aus der Hochliteratur, wie es sich Abschiedsschreiben zu beenden empfiehlt:

Seid nicht so unverschämt mir zu antworten.

(...was ihr ohnehin nicht vorhabt - Also: Passd scho'.)

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Wahrlich ich sage euch: Wer das Reich Gottes nicht empfängt wie ein Kindlein, der wird nicht hineinkommen.

http://www.bibel-online.net/buch/luther_1912/markus/10/


Wie kann man das Reich Gottes sonst anzunehmen suchen? Als Fürst, der von seinen Cäsar-Pontifex-Pharao eine Erstrangigkeit empfängt.

Der Student der Theologie sollte sich prüfen (lassen), warum er Prediger werden will.

- Will er allen dienen, die weniger unterrichtet sind als er ?

- Oder will er sich einmischen in den Streit der Jünger Wer an der Festtafel einen Platz an Jesu Seite einnehmen darf ?

Geht es ihm um Befähigung zum Dienen oder um Erhöhung seines Ranges? Will er sich dienend unterordnen oder in die Oberklasse aufrücken ?

Wer als Theologe Vorrang begehrt vor den Laien - Was hat er in seiner Fürstbischöflichkeit Anderes zu erwarten als mit den Fürsten der Welt gerichtet zu werden ?


Man kann die geöffnete Prorte ins Himmelreich auch wieder verengen...